Fischerfreunde Neuhaus-Windischeschenbach e.V. beteiligen sich an Interreg-Projekt GLOBALMUS
Im Januar startete im Gebiet des Naturpark Steinwald u. a. in der Tirschenreuther Waldnaab, im gepachteten Vereinsgewässer der Fischerfreunde Neuhaus-Windischeschenbach, ein Projekt zum Schutz großer Süßwassermuscheln. Es handelt sich um ein grenzüberschreitendes Projekt des Lehrstuhls für Aquatische Systembiologie der TU München unter Leitung des Naturparks Steinwald und in Zusammenarbeit mit der Universität Südböhmen.
Gemeinsam geht es darum, den Bestand der Flussperl- und Bachmuschel wieder zu erhöhen. Die Flussperlmuschel benötigt zur Vermehrung als Wirtsfisch die Bachforelle. Diese war im Projektgebiet bis auf einzelne Exemplare nicht mehr vorhanden. Bereits in den vergangenen Jahren haben die
Bayerischen Staatsforsten und die Fischerfreunde Neuhaus-Windischeschenbach gemeinsam begonnen, befruchtete Bachforelleneier in Brutboxen in der Tirschenreuther Waldnaab und im Frombach zu hegen und die geschlüpfte Brut im „Geburtsgewässer“ auszubringen. Eine Elektrobefischung in gewissen Zeitabständen hat gezeigt, dass sich die Bachforellen gut entwickeln und der Versuch gelingen könnte.
Im Interreg-Projekt GLOBALMUS wurden nun großflächig in der Tirschenreuther Waldnaab Brutboxen mit Forelleneiern ausgebracht und mehrmals in der Woche überprüft. Auch die Fischerfreunde Neuhaus -Windischeschenbach e.V. haben wieder 2 eigene Brutboxen mit insgesamt 6000 befruchteten Bachforelleneiern eingesetzt. Ziel ist es, die Bachforelle in der Tirschenreuther Waldnaab wieder anzusiedeln und somit die Vermehrung der Flussperlmuschel zu unterstützen.
Gleichzeitig will der Verein die Prädatoren Hecht, Döbel und Signalkrebs soweit dezimieren, dass die Bachforelle eine Überlebenschance hat. Gefährdet ist das Projekt allerdings besonders in den Wintermonaten in den eisfreien Flussabschnitten, in denen sich vermehrt Silberreiher und Kormorane an den mühevoll herangezogenen Fischen bedienen, vom Problem Fischotter ganz zu schweigen.






