Kormorane sind in der Oberpfalz an allen Gewässer anzutreffen. Dies in erheblichen Stückzahlen, es bilden sich Schwärme bis zu 150 Exemplare. Die Vögel wissen, wo es für sie Nahrung gibt. Unsere Teichwirte können einen Lied davon singen. Bei geschlossener Eisdecke besuchen die Wasserraben die Fließgewässer, dabei geht es oftmals in die kleinsten Bäche. Das Ergebnis in allen Gewässern: erhebliche Reduzierung der Fischbestände. Teichwirte können am ehesten die Zahlen angeben: bis zu 80 % der Bestände werden weggefressen. In den Fließgewässern werden Fischbestände vor allem an den Gumpen und den  Wintereinständen reduziert.  Hier bilden sie wohl eine   Nahrungskonkurrenz zu Reiher, Mink und Fischotter, andererseits werden die Bestandslücken noch größer.

 

Daß ein gemeinsames bejagen der Wasserraben den größten Erfolg bringt, beweisen verschiedene Aktionen. Wichtig ist, dass sich nicht nur vereinzelte Jäger oder ein Revier beteilgt. Die Breite bringt den Erfolg. Dazu benötigen wir Fischer einen guten "Draht" zu den Jagdberechtigten und müssen sie auch um Hilfe bitten. Hier geht es zu den Jägern der Oberpfalz

Das Ausmaß muss uns Fischern klar sein:

Das Vorkommen von 100 Kormoranen bedeutet durchschnittlich den Futterbedarf von 1 Zentner Fisch. Pro Tag!

Von der erfolgreichen Vergrämung berichten u.a. "Die Isarfischer" in Bayerns Fischerei + Gewässer Nr.2/2017:

...Seit 2012 wird die Strecke von vier Jägern nahezu täglich im Wechsel, mit Schwerpunkt im Winterhalbjahr, befahren und die Kormorane mittels Abschuß gemäß den Vorgaben der AAV vergrämt. Bei der Effektivität der Vergrämung in einer Gewässerstrecke kommt es nach den Erfahrungen der Isarfischer nicht auf die Zahl der erlegten Kormonane an, sondern vielmehr auf die dauerhafte Präsenz der Jäger....

Es wird berichtet, dass auch bereits "Spaziergänger" mit Stock eine vergrämende Wirkung haben.  Das könnten gerade im Winter auch die Angelfischer leisten bzw. beitragen.....

 

 

Hilfen und Infos zu den derzeitigen Bestimmungen gibt es hier:

 

 

Tobias Küblböck

Dipl. Ing. silv. (univ.)

Kormoranmanagement für Nordbayern

 

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)

Institut für Fischerei (IFI)

Außenstelle für Karpfenteichwirtschaft

Greiendorfer Weg 8

91315 Höchstadt an der Aisch

 

Tel.: +49 0 9193/50890-14

Fax: +49 0 9193/4414

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

AAV Bayern Kormoran

Erweitere Allgemeinverfügung Regierung der Oberpfalz

 

Eine gute Informationsquelle stellt die DVD "Der Fall Kormoran" (45 min) des Landesfischereiverbandes Bayern dar. Die Reportage setzt sich mit dem Konflikt zwischen Vogelschutz und den Interessen der Fischerei auseinander. Zu Wort kommen Teichwirte, Experten und Verbandsvertreter aus Fischerei und Naturschutz. Beeindruckende Bilder verdeutlichen den Fraßdruck des Kormorans in Teichen u. natürlichen Gewässern.